oder wie das AMS Arbeitslosen die Jobsuche erschwert




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Nichts ist für immer weg...

Eigentlich hatte ich dieses Blog abgeschrieben. Ich brauchte es ja nicht mehr, ich bin nicht mehr bei Job-TransFair.

Aber dafür hat mich das AMS - wissend, dass ich meine Honorar-Geschichten aufgeben und mich selbständig machen will - in einen Kurs geschickt, der nennt sich "JSI - JobSuche Intensiv", veranstaltet von einem "bit schulungscenter". Hindert mich daran, mir einen Gewerbeschein zu holen, weil's meine Zeit in Anspruch nimmt - aber das ist wahrscheinlich auch der Sinn der Sache, trau ich dem AMS durchaus zu.

Gesetzt den Fall, ich wäre tatsächlich auf Jobsuche und nicht mit anderen Plänen beschäftigt, wäre das Konzept sicherlich eine gute Sache: Eine Mischung aus Einzel- und Gruppencoaching, klingt doch gut.

Letzteres funktioniert auch. Aber ersteres? Ich muß dazusagen, daß mir Kollegen von anderen Einzelcoaching-Trainern Besseres erzählt haben, es also offenbar nicht unbedingt um eine systemimmanente Problematik geht.

Aber mein "persönlicher" Coach ist - bestenfalls - eine Zumutung:
* Er hört nur das, was er hören will, alles andere ist gegen eine Wand geredet,
* er bastelt an meinem Lebenslauf herum, in einer Art und Weise, wo's mir die Haare aufstellt (so fügte er - obwohl es einen Eintrag "2006-lfd Web- und EDV-Betreuung für Privatpersonen und Kleinbetriebe" gibt - eine Zeile "seit 11/06 AMS-Bezug" hinzu - sicherer KEINEN Job kriegen kann man gar nicht),
* und schreibt Bewerbungsschreiben, die fern von jeglichem "State of the Art" sind und mit mir genau nix zu tun haben.

Das heute war absolut der Gipfel. Da fängt er doch tatsächlich an, ob ich ein Alkoholproblem habe.
Gut, ich oute mich jetzt: Ja, habe ich, ab 20:00 Uhr. Tagsüber trinke ich nach Möglichkeit keinen Tropfen Alkohol (es gibt gesellschaftliche Situationen, die sich nicht ganz ausklammern lassen, aber von mir auch tunlichst vermieden werden).
ABER WAS GEHT DAS IHN AN???? In meiner Freizeit kann ich machen, was ich will, solange ich dabei gegen kein Gesetz verstoße!!! Und wenn ich um 23:00 Uhr (ist grad so spät) besoffen herumkugeln sollte - NA UND???

Ich bin ein netter Mensch: Ich geb ihm noch eine Chance. Sollte er mir aber am Donnerstag (da sitz ich ihm wieder gegenüber) wieder so blöd kommen, gibt es zwei Möglichkeiten:
a) ich verpasse ihm einen Crashkurs betreffend soziale Kompetenzen und Gestaltung von Bewerbungsschreiben/Lebensläufen, kurz, bringe ihm bei, was er eigentlich längst wissen sollte, oder
b) ich wende mich an die Leitung von "bit" und verlange ultimativ einen anderen, kompetenteren, Einzelcoach.

Da es nicht meine vorrangige Aufgabe als Kursteilnehmer ist, dem Trainer den Kursinhalt erst beizubringen, tendiere ich eher zu b). Ich fürchte halt nur, dass diesem Coach auch echte Arbeitslose zugeteilt werden - und die können einem Leid tun.
23.11.07 23:22
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


gg / Website (23.11.07 23:37)
Mach b) - das Amt ist für seine Befähigung zuständig, nicht du. Und hey, u. U. tust du Gutes, den dann hat er 'ne sinnstiftende Beschäftigung.

Bei solchen privaten Fragen, einfach Gegenfragen stellen: "Fragen Sie das jetzt, weil es notwendig ist oder weil es Sie interessiert?" Und wenn es notwendig ist, soll er das vorher begründen.


Cerberos / Website (24.11.07 00:48)
Du wirst lachen - der Frage ist er zuvorgekommen, und zwar, indem er sagte: "Das ist relevant, weil wenn Sie besoffen zum Vorstellungsgespräch erscheinen..." - womit er sogar recht hat. Nur: Nach 20:00 Uhr finden normalerweise keine solchen Termine mehr statt, also hat er da an mir vorbeigeschossen, und zwar kilometerweit.

Und zum anderen Punkt: Wie gesagt, ich tendiere auch zu b). Nur hab ich dann halt wieder einen neuen Arbeitslosen verursacht. Und von der Sorte haben wir eigentlich genug, finde ich.

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