oder wie das AMS Arbeitslosen die Jobsuche erschwert




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Eröffnung

Hallo und willkommen in meinem Job-TransFair-Tagebuch.
Ich werde hier täglich meine Erfahrungen und Erlebnisse eintragen.

Was ist Job-TransFair?

Job-TransFair ist eine "gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung", das heißt, ich bin bei Job-TransFair fest angestellt, und meine Aufgabe ist es, mir einen Job zu suchen. Gelingt mir das, werde ich der Firma in der ersten Zeit "überlassen", das heißt, ich bekomme meinen Gehalt weiter von Job-TransFair, und zwar in der in der Überlassungsfirma üblichen Höhe, und die Firma erhält monatlich eine Rechnung von Job-TransFair.
Dies, weil mein Gehalt gefördert wird - das heißt, unter dem Strich koste ich der Firma weniger, als wenn ich direkt dort anfange. Natürlich nur in der ersten Zeit, bis zu 4 Monate.

Theorie und Praxis

...klaffen, wie immer, weit auseinander. Was ursprünglich eine gute Idee war, wo Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt integriert wurden, durch intensive Betreuung durch die Personalberater von Job-TransFair und ggf. Nachschulung der Leute, ist längst in der vom AMS aufgezwungenen Bürokratie und ständigen Budgetkürzungen erstickt. In diesem Blog werden wir die Praxis betrachten.
19.5.06 11:43


Freitag, 19. 5. 2006, 8:30-12:30

Drucker kaputt, an vernünftiges Arbeiten kaum zu denken. Tagesbericht im zweiten EDV-Raum ausgedruckt. Zum Glück bewerbe ich mich normalerweise nur per E-Mail, sonst hätte ich heute ein ernsthaftes Problem gehabt.

Drei Bewerbungen geschrieben, 1 Rückmeldung erhalten - natürlich eine Absage.
19.5.06 11:48


Logobild

Den sich aus dem Fenster stürzenden Hund aus dem Logo seht ihr hier etwas größer:


Ich fand das Bild einfach passend... Cerberos ist ja ein Hund, nämlich der Höllenhund, und tja... *g*
19.5.06 14:05


Montag, 22. 5. 2006, 8:30-15:30

Drucker immer noch kaputt, Reparatur nicht in Sicht. Da auch der 2. Drucker im anderen EDV-Raum mangels Toner ausser Betrieb ist, kann ich heute keine Stellenliste abgeben.

5 Bewerbungen geschrieben. Gesundheitszustand beschränkt (fiebrig, Husten), psychischer Zustand im Negativbereich. 1 Rückmeldung erhalten, Absage.
22.5.06 14:45


Dienstag, 23. 5. 2006, 8:30-15:30

Drucker im anderen EDV-Raum geht wieder. Leider keinen freien PC gefunden. Ein "Kollege" benutzte 2 PC's zugleich. Ein anderer sah sich Handies an, ein weiterer spielte Computerspiele. Nix dagegen, aber muß das im Raum mit dem einzigen funktionierenden Drucker sein? Können die das nicht im anderen EDV-Raum machen, zumal sie eh keinen Drucker brauchen? Denken ist manchmal echt Glückssache...

5 Bewerbungen geschrieben. Gesundheits- und psychischer Zustand unverändert. 3 Rückmeldungen erhalten, alles Absagen.
23.5.06 14:25


Mittwoch, 24. 5. 2006, 8:30-15:30

Endlich funktionieren beide Drucker wieder. Habe heute morgen eine Stunde nur damit zugebracht, die in den letzten Tagen eingegangenen Rückmeldungen bzw. versandten Bewerbungen zur Archivierung auszudrucken.

8 Bewerbungen geschrieben. Gesundheitszustand: leichte Besserung zu verzeichnen. Hoffnung, bis Fr wieder fit zu sein (morgen ist ja Feiertag). Psychischer Zustand: Im freien Fall. Rekord an Rückmeldungen: 6 Stück. Natürlich alles Absagen.
24.5.06 14:26


Freitag, 26.5.06, 8:30-12:30

Heute Lernwerkstatt im 15. Geplant war ein Workshop "Kommunikationsübungen", aber mangels Trainer(!) setzten wir uns halt in einem der EDV-Workshops dazu, was soll's, alles besser als in der Wienzeile rumärgern.

Workshops sind immer eine willkommene Abwechslung: Die machen, im Gegensatz zum Bewerbungen schreiben in der Wienzeile, wenigstens ein bißchen Sinn.
26.5.06 11:24


Montag, 29. 5. 2006, 8:30-15:30

Haufen Frischlinge, die voll motiviert ans Werk gehen. Na, man wird sehen, wie lang.

8 Bewerbungen geschrieben. Rückmeldungen: 1 Absage. Gesundheitszustand: Endlich wieder fit. Psychischer Zustand: Unter aller Sau.
29.5.06 14:28


Dienstag, 30. 5. 2006, 8:30-15:30

Zu Mittag war endlich Geld am Konto. Wurde auch Zeit - 2 Tage Nulldiät sind etwas wenig Essen...

Eine der gestern neu hinzugestoßenen Damen fiel heut morgen gleich ungut auf: Ein Kollege war ihr wohl etwas zu langsam beim Jobresearch im Internet, oder was auch immer, ich war selbst beschäftigt, plötzlich höre ich (und glaube zu träumen):
"Na, ich schreib aber 100 Bewerbungen am Tag, Du willst ja nur nicht!"
Das ist jedes Einzelnen eigene Sache, ob jemand nun "will" oder nicht, und geht niemanden von den Kollegen etwas an, höchstens die Personalberater - und die müssen's eh selber 'rausfinden, gegenseitiges Runtermachen ist jedenfalls nicht in Ordnung. Als die Dame dann noch nachsetzte, sie möge "sowieso keine Männer", weil die seien "ja nur faul", blickte ich - leider zu spät - von meiner Arbeit auf. Leider schwieg sie dann, sonst wüßte ich, wer genau das war - und die Dame hätte dann ganz sicherlich gewaltigen Ärger gekriegt.
Der Kollege übrigens, zu dem sie das alles sagte, dürfte etwas schüchtern sein - er hat nichts dazu gesagt. Na, das soll sie mal bei mir versuchen.

5 Bewerbungen geschrieben. Nach dem Ärger am Morgen und bei dem Wetter hatte ich absolut keinen Bock. 1 Rückmeldung (Absage) erhalten. Gesundheitszustand: Unverändert gut. Psychischer Zustand: Etwas besser.
30.5.06 14:24


Aus gegebenem Anlaß

Habe heute mitgehört, wie eine Kollegin bei einer Firma anrief, um sich um eine inserierte Stelle zu bewerben:
"Ist die Stelle schon vergeben?"
Da haben bei mir alle Alarmglocken geläutet. Genau so sollte man nämlich nicht fragen, da legt man dem Gesprächspartner das "Ja" schon regelrecht auf die Zunge.
Besser:
"Ist die Stelle (eh) noch frei?"
(das "eh" muß nicht sein, unterstreicht aber die psychologische Wirkung)
Hier legt man dem Gesprächspartner eine positive Antwort vor.
Angewandte Alltagspsychologie.
30.5.06 23:00


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