oder wie das AMS Arbeitslosen die Jobsuche erschwert




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Freitag, 14. 11. 2008, 12-18 Uhr + Nachträge

Die letzten zwei Wochen waren geprägt von entweder Streß, freien Tagen ("Außendienst") und Vorstellungsgesprächen.

Ergebnis: Am Montag beginne ich bei einer Firma "walter services" mit der Ausbildung für's Call-Center von "Wiener Wohnen". Na immerhin.

Das Auswahlverfahren war ein sog. "Assessment Center". Der Ablauf im konkreten Fall: Selbstpräsentation (mit Flipchart), Schnellschreibübung am PC, ein elektronischer Wissens- und Logiktest, und ein fiktives Kunden-Telefonat. Hat von 10-15 Uhr gedauert. Ich werde mich dieser Tage vielleicht noch in den "Tips" zu einem Assessment-Center und dessen Gegensatz zum gewohnten Vorstellungsgespräch äußern.

Ansonsten werde ich euch an den Wochenenden über meine Erfahrungen als Callcenter-Agent auf dem Laufenden halten - wenn ich Bock dazu habe, that is.
14.11.08 12:43


Freitag, 31. 10. 2008, 12-18 Uhr + Nachträge

Dienstag und Mittwoch beide EDV-Räume belegt von Kursen, und die Terminals im Foyer, wie gesagt: Schrott.
Gestern wieder PC-Zugang, aber gesundheitlich so angeschlagen, dass kaum genutzt, grad 4 Bewerbungen getippselt, und dann nix wie weg vom PC.
Geld ist noch immer keins am Konto, naja, am Dienstag kommt voraussichtlich der Restanspruch vom AMS - besser als nix. Läßt mich aber an der Liquidität von itworks zweifeln.

Heute 3 Bewerbungen, 1 Absage erhalten. Gesundheitlich leichte Erholung zu verzeichnen, psychisch noch immer angefressen von Di und Mi. Außerdem würd ich ganz gern wieder einmal was essen, wenn wir schon dabei sind... naja, am Dienstag halt wieder.
31.10.08 14:28


Montag, 27. 10. 2008, 12:45-18:00 Uhr

Nicht viel los gewesen heute. Morgens hatte ich ein bißchen Sorge, dass ich eine Lungenentzündung oder Ähnliches kriege, aber die Schmerzen im Brustbereich waren wohl doch nur Folge des Dauerhustens der letzten Zeit. Kam später zu itworks, weil ich Termin hatte.

2 Bewerbungen geschrieben, 1 Absage zur Kenntnis genommen, Gesundheit siehe oben, und psychisch geht's mir gut.
27.10.08 16:45


Freitag, 24. 10. 2008, 11:45-17:45

Endlich Freitag!

Ein paar Worte zur Infrastruktur bei "itworks": Es wird alles zur Verfügung gestellt, PC's, Telefon, usw., was man zum Bewerben halt so braucht. Wie überall anders auch.

Aber wirklich vernünftig arbeiten kann man damit nur, wenn man in einen der PC-Räume geht - setzt man sich an eines der Terminals im Frontbereich, taugt das bestenfalls zur Jobsuche per Internet, aber nicht zum Bewerben: Allein das Anmelden eines USB-Sticks kann bis zu einer halben Stunde dauern, das Öffnen einer simplen Word-Datei eine Viertelstunde. Das kann man vergessen.

Was habe ich heute gemacht? Wieder nur 2 Bewerbungen, es ist unglaublich, wie wenig vernünftige Jobs derzeit so am Markt sind. Oder bin ich nur wählerischer geworden? Kann auch sein. Eine Rückmeldung, Vorstellungsgespräch und evtl. gleich Kurzeinschulung am Dienstag bei Gallup, klingt interessant. Gesundheitszustand wie gestern, psychisch besser - morgen ist ja Wochenende.
24.10.08 16:01


Donnerstag, 23. 10. 2008, 11:45-17:45

Typisch fader Tag heute. Durch die Jobbörsen im Internet gesurft, Jobinserate ausgedruckt, 2 Bewerbungen geschrieben, und das war's auch schon.
Hab die Zeit halt genutzt, um diesen alten Blog wieder ins Leben zurückzurufen.

Bewerbungen 2, Absagen heut keine, Gesundheitszustand hust hust hatschi, psychisches Befinden paßt so.
23.10.08 15:54


Der Lebenslauf

Es gibt zwei mehr oder weniger gängige Arten, einen Lebenslauf zu verfassen. Eine davon ist der sog. "Europass-Lebenslauf" oder "europäische Lebenslauf", auf den wir hier nicht näher eingehen werden, da er nach wie vor eher unbeliebt ist. Bei Interesse könnt ihr euch Muster herunterladen: Als Word-Doc oder als PDF.

Die andere und in Österreich nach wie vor üblichste Variante ist der "normale" tabellarische Lebenslauf.

Er beginnt normaler Weise mit der Überschrift "Lebenslauf", viele schreiben allerdings statt dieser Überschrift ihren Namen hin (ich auch) - das ist Geschmackssache.

Es folgt eine Teilüberschrift: "Persönliche Daten". Hier folgen Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdaten (Datum und Ort), Familienstand, und ggf. ob der Präsenzdienst abgeleistet ist oder nicht. Der Name kann hier ausgelassen werden, wenn man ihn als Überschrift verwendet hat.

Es folgt der Block mit der Berufsausbildung, beginnend mit der Schulbildung. In der linken Spalte steht, von wann bis wann (in Jahren genügt völlig), in der Rechten dann die Art der Ausbildung (Volksschule, Gymnasium oder Hauptschule, Lehren, evtl. Universitätsstudien...).

Und nun kommt der wichtigste Block: Die berufliche Laufbahn. Hast Du einen lückenlosen Lebenslauf aufzuweisen (zB weil durchgehend bei derselben Firma beschäftigt oder nie länger als 1, 2 Monate arbeitslos gewesen), kannst Du in der linken Spalte, wo das Von-Bis steht, getrost die Monate dazuschreiben, hast Du aber größere Lücken dazwischen: Schreib nur die Jahre, das sieht dann einfach besser aus.

Hat man berufliche Weiterbildungen besucht, macht es Sinn, diese nach der beruflichen Laufbahn als Extrablock anzuführen - das ist übersichtlicher, als sie zwischen die Jobs zu "quetschen". Außer, es entstünden dadurch zu große Lücken in der beruflichen Laufbahn - dann kann man auf den Weiterbildungs-Block auch verzichten und die Weiterbildungen in seine Berufslaufbahn integrieren.

Nun fehlt nur noch ein Block: Die besonderen Kenntnisse: Die Fremdsprachenkenntnisse, vorhandene EDV-Kenntnisse (möglichst detailliert), usw.

Manche Jobcoaches empfehlen noch zusätzlich, nach den besonderen Kenntnissen einen Block mit "Sonstiges" anzufügen. In diesem können Hobbies, ehrenamtliche Tätigkeiten, Auslandsaufenthalte etc. aufgeführt werden. Wie viel Sinn das macht, muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

Einen Muster-Lebenslauf findet ihr bei Monster.at.

23.10.08 15:45


Relaunch und Umbenennung

Es ist wieder einmal so weit - ich sitze in einer Firma wie "JobTransfair", nur heißt die, in der ich jetzt bin, "itworks".

Dasselbe Prinzip: Ich bin Angestellter der Firma, und mein Job ist es, auf Jobsuche zu gehen. Auf die Art falle ich nämlich aus der Arbeitslosen-Statistik raus. Ich werde also wieder nach gewohntem Muster Tagebuch führen. Um mir für die Zukunft ständige Umbenennungen zu sparen, heißt das Blog ab sofort statt "Cerberos' Jobtransfair-Tagebuch":

"Cerberos auf Jobsuche".

23.10.08 12:32


Der Konjunktiv - Gift für die Bewerbung

Ich schließe mich mit diesem Eintrag dem letzten "Tip für Arbeitssuchende" vom 31. 5. 2006 an. Dort habe ich vor Formulierungen á la "Deshalb glaube ich..." gewarnt, siehe dort.

Genauso vermeiden solltet ihr Konjunktive:
"Ich würde mich über ein persönliches Gespräch freuen."
Ach? Unter welchen Bedingungen würdet ihr das denn?
Besser:
"Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch".

Oder:
"...und daher möchte ich mich um die Stelle bewerben."
Sehr schön, und wann? Wann möchtet ihr euch denn bewerben?
Besser:
"und daher bewerbe ich mich um die Stelle."

(obwohl ich das überhaupt vermeiden würde - denn im Prinzip ist das eine "No na"-Aussage, klar bewerbt ihr euch, sonst würdet ihr ja den ganzen Brief nicht schreiben).
7.12.07 16:35


Nur noch zwei Wochen

Zwei Wochen muß ich diesen Kurs noch durchziehen. Zeit für ein vorläufiges Resümee, finde ich.

1. Workshops: Wenn man ein EDV-Vollprofi ist, ist ein EDV-Workshop etwas Mühsames. Nichtsdestotrotz habe ich mir das E-Learningsystem von "bit" genauer angesehen und festgestellt, dass es für EDV-Neulinge sehr gut gestaltet ist. Ich ließ mir, da das Basisprogramm (Windows XP, Office Basis) für mich denn doch sehr fade ist, auch den Office Advanced-Bereich freischalten - und fand darin durchaus Neues. Wermutstropfen: Es wird für meinen Geschmack zu sehr nur mit dem PC gelernt, der Trainer verkommt zum Statisten.

Note: 2

2. Einzelcoaching: Es war ein K(r)ampf, aber inzwischen habe ich mir meinen Coach quasi "dressiert". Es ist zwar tödlich langweilig, zuzusehen, wie er meine Bewerbungen lieber selber tippt, weil er mir das offenbar nicht zutraut, aber wenigstens hält er sich jetzt an meine Richtlinien, d. h., er verwendet mein Briefpapier, verzichtet auf völlig veraltete Floskeln und auch den Lebenslauf hat er nach meinen Vorgaben entsprechend abgeändert. Dreamweaver erwähnt er darin zwar nach wie vor nicht, aber gut, ich laß ihn Bewerbungen für Bürojobs tippen, bei denen nix schiefgehen kann, also was soll's.

Note: 4

3. Gruppentraining: Na hoffentlich guckt er mir jetzt nicht über die Schulter, ich sitz grad drin. Scherz beiseite.
Das Gruppentraining funktioniert bestens. Die Gruppe ist zwar ziemlich klein, was manches erschwert, aber unser Trainer Martin F. wird damit wunderbar fertig. Die Kollegen sind auch in Ordnung, kein Quertreiber dabei, wie ich sie schon so oft in anderen AMS-Maßnahmen erlebt hatte.
Die Inhalte sind zwar "wie gehabt", aber das schadet eigentlich nix, weil man diese je nach Kurs doch von verschiedenen Gesichtspunkten und mit anderen Schwerpunkten hört, sodaß auch diesmal wieder Neues für mich dabei war. Außerdem präsentiert Martin sie abwechslungsreich.

Note: 1

Damit kommen wir zu einer Durchschnittsnote von 2,3 - also letztendlich gar nicht so schlecht.

Nur wurmt's mich trotzdem, daß, nach all diesen Kursen, ich mich eigentlich genausogut selber da vorn hinstellen könnte.
7.12.07 16:26


Nichts ist für immer weg...

Eigentlich hatte ich dieses Blog abgeschrieben. Ich brauchte es ja nicht mehr, ich bin nicht mehr bei Job-TransFair.

Aber dafür hat mich das AMS - wissend, dass ich meine Honorar-Geschichten aufgeben und mich selbständig machen will - in einen Kurs geschickt, der nennt sich "JSI - JobSuche Intensiv", veranstaltet von einem "bit schulungscenter". Hindert mich daran, mir einen Gewerbeschein zu holen, weil's meine Zeit in Anspruch nimmt - aber das ist wahrscheinlich auch der Sinn der Sache, trau ich dem AMS durchaus zu.

Gesetzt den Fall, ich wäre tatsächlich auf Jobsuche und nicht mit anderen Plänen beschäftigt, wäre das Konzept sicherlich eine gute Sache: Eine Mischung aus Einzel- und Gruppencoaching, klingt doch gut.

Letzteres funktioniert auch. Aber ersteres? Ich muß dazusagen, daß mir Kollegen von anderen Einzelcoaching-Trainern Besseres erzählt haben, es also offenbar nicht unbedingt um eine systemimmanente Problematik geht.

Aber mein "persönlicher" Coach ist - bestenfalls - eine Zumutung:
* Er hört nur das, was er hören will, alles andere ist gegen eine Wand geredet,
* er bastelt an meinem Lebenslauf herum, in einer Art und Weise, wo's mir die Haare aufstellt (so fügte er - obwohl es einen Eintrag "2006-lfd Web- und EDV-Betreuung für Privatpersonen und Kleinbetriebe" gibt - eine Zeile "seit 11/06 AMS-Bezug" hinzu - sicherer KEINEN Job kriegen kann man gar nicht),
* und schreibt Bewerbungsschreiben, die fern von jeglichem "State of the Art" sind und mit mir genau nix zu tun haben.

Das heute war absolut der Gipfel. Da fängt er doch tatsächlich an, ob ich ein Alkoholproblem habe.
Gut, ich oute mich jetzt: Ja, habe ich, ab 20:00 Uhr. Tagsüber trinke ich nach Möglichkeit keinen Tropfen Alkohol (es gibt gesellschaftliche Situationen, die sich nicht ganz ausklammern lassen, aber von mir auch tunlichst vermieden werden).
ABER WAS GEHT DAS IHN AN???? In meiner Freizeit kann ich machen, was ich will, solange ich dabei gegen kein Gesetz verstoße!!! Und wenn ich um 23:00 Uhr (ist grad so spät) besoffen herumkugeln sollte - NA UND???

Ich bin ein netter Mensch: Ich geb ihm noch eine Chance. Sollte er mir aber am Donnerstag (da sitz ich ihm wieder gegenüber) wieder so blöd kommen, gibt es zwei Möglichkeiten:
a) ich verpasse ihm einen Crashkurs betreffend soziale Kompetenzen und Gestaltung von Bewerbungsschreiben/Lebensläufen, kurz, bringe ihm bei, was er eigentlich längst wissen sollte, oder
b) ich wende mich an die Leitung von "bit" und verlange ultimativ einen anderen, kompetenteren, Einzelcoach.

Da es nicht meine vorrangige Aufgabe als Kursteilnehmer ist, dem Trainer den Kursinhalt erst beizubringen, tendiere ich eher zu b). Ich fürchte halt nur, dass diesem Coach auch echte Arbeitslose zugeteilt werden - und die können einem Leid tun.
23.11.07 23:22


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